Google AdWords ist ein Produkt der Google Inc., das ein breites Spektrum an Werbemöglichkeiten bietet (Wortspiel auf englisch „Adverts“ = Werbeanzeigen und „Words“ = Wörter). AdWords sind eine Form der Internetwerbung kurz SEA. Google AdWords können auf Google-Suchseiten und auf zahlreichen Websites, die zum Google-Werbenetzwerk gehören, geschaltet werden.

Es gibt drei verschiedene Werbenetzwerke, in denen Google AdWords geschaltet werden können.

  1. klassische Textanzeigen: ein Werbekunde wählt Keywords aus, bei welchen seine Textanzeigen an prominenter Stelle eingeblendet werden. Hierzu werden sogenannte Kampagnen angelegt, die wiederum aus Anzeigengruppen bestehen. Jede Anzeigengruppe ist in Anzeigen gegliedert, für welche Keywords hinterlegt werden. Sucht ein User nach einem dieser Keywords, wird die Werbeanzeige des AdWords-Kunden ausgeliefert. Es empfiehlt sich für Anfänger mit dem Google Team Kontakt aufzunehmen und die ersten Kampagnen gemeinsam zu erstellen.
  2. Product Listing Ads: mit den sogenannten PLA bietet Google AdWords die Möglichkeit, Produktanzeigen zu schalten, die direkt aus einer vom Kunden generierten Produktdatei erstellt werden. Die Aussteuerung erfolgt über die Angabe relevanter Informationen im Datenfeed welches gesondert erstellt werden muss im XML Format.
  3. Display-Anzeigen: hier werden Bildanzeigen oder Textanzeigen auf Plattformen geschaltet, die zum Google-Werbenetzwerk gehören.

Innerhalb der Google-Suchergebnisse sind die AdWords-Textanzeigen durch die Spaltenüberschrift „Anzeigen“ von den nichtkommerziellen Suchergebnissen abgegrenzt. Anzeigen, die über den organischen Suchergebnissen eingeblendet werden, sind zudem farblich hinterlegt und heben sich so deutlicher von den Suchergebnissen ab. Das Google Such-Werbenetzwerk beinhaltet Seiten, die über eine Suchfunktion verfügen und ihre Ergebnisse mit Hilfe von Google generieren, wie beispielsweise aol.de. Das Display-Netzwerk umfasst zahlreiche Websites wie beispielsweise chip.de und ftd.de. Dazu kommen verschiedene Produkte von Google wie die Produktsuche oder auch Google Mail.

Google AdWords werden geschaltet, wenn sie thematisch zum Inhalt der Suchanfrage bzw. zum Inhalt einer Website passen. Der Werber hinterlegt zu diesem Zweck Stichwörter, sogenannte Keywords, die das beworbene Produkt beschreiben. Gibt ein Anwender diesen oder auch einen ähnlichen Begriff als Suchanfrage bei Google ein, bekommt er neben den organischen Suchergebnissen auch passende AdWords-Anzeigen zu sehen. Im Display-Netzwerk werden die Anzeigen geschaltet, wenn die Anzeige thematisch zum Inhalt einer Website passt.

Alle notwendigen Einstellungen müssen vom Inserenten selbst vorgenommen werden. Für jede Kampagne muss er ein oder mehrere Stichwörter (“keywords”) angeben, unter denen die von ihm selbst erstellten Anzeigen bei Google erscheinen sollen. Im Gegensatz zu den organischen Suchergebnissen ist die Einstellung von AdWords-Anzeigen nicht kostenlos. Der Inserent legt ein Monatsbudget fest und bietet einen Maximalpreis, den er bereit ist, für einen Klick auf seine Anzeige zu bezahlen. Dieser Wert wird maximaler CPC (Cost Per Click) genannt. Es wird also nicht für die Werbeeinblendung gezahlt, sondern nur dann, wenn tatsächlich ein Anwender auf die Anzeige klickt. Weiterhin kann der Advertiser eine regionale Ausrichtung, die Werbenetzwerke, die Zielsprache und zahlreiche weitere Einstellungen vornehmen.

Das am weitesten verbreitete Anzeigenformat von Google AdWords ist die Textanzeige. Die Textanzeige kann in allen Werbenetzwerken geschaltet werden. Dieses Anzeigenformat setzt sich aus vier Teilen zusammen, die nur eine beschränkte Zahl an Zeichen aufweisen dürfen:

  • Die Überschrift (maximal 25 Zeichen)
  • Der Beschreibungstext (zwei Zeilen mit jeweils maximal 35 Zeichen)
  • Die Anzeige-URL (maximal 35 Zeichen)
  • Die Ziel-URL (maximal 1024 Zeichen, dient nur zur Verlinkung und ist für den User nicht sichtbar)

Neben der normalen Textanzeige gibt es auch die lokale Anzeige. Auch hier handelt es sich um eine Textanzeige, die aber zusätzliche Informationen über den Standort des Advertisers enthalten kann, wie beispielsweise „Frankfurt am Main“ oder „Hessen“. Diese wird in Form einer weiteren Textzeile unter der eigentlichen Anzeige eingeblendet. Lokale Anzeigen können zusätzlich auf Google Maps und Google Earth geschaltet werden.

Weitere bei Google AdWords verfügbare Anzeigenformate sind die Image-Anzeige (statisch und animiert) und die Video-Anzeige (Click-to-Play und In-Stream). Image- und Video-Anzeigen werden nur im Content-Werbenetzwerk von Google geschaltet.
Ein noch relativ neues Anzeigenformat sind die Handy-Anzeigen. Hier stehen ebenfalls Text- und Image-Anzeigen zur Verfügung. Die Zeichenzahl bzw. Dateigrösse ist geringer als bei den „normalen“ Anzeigenformaten.

Achtung: Google AdWords sind sehr komplex. Es empfiehlt sich mit einer Agentur zu arbeiten, die darauf spezialisiert ist. Oft bezahlt man eine Setup Fee für die Erstellung der Rohdaten, je mehr man selbst anliefert umso besser. Danach ist es oft eine Performance oder budgetorientierte Zusammenarbeit. In der Schweiz kann dies z.B. durch die Firma SEMSEA erstellt werden.

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren oder buchen Sie unseren E-Commerce Lehrgang.

Weiterführende Links

Infografik zu den teuersten AdWords-Keywords nach CPC
Bietstrategien für den CPC bei Google AdWords