Der Vorteil von Micro-Influencern ist nicht nur ihre hohe Engagement-Rate, sondern auch der hohe Vertrauens-Faktor innerhalb der Community.

Schaut man sich einzelne Bereiche, wie z.B. die Laufcommunity an, so sind diese Influencer sehr stark untereinander vernetzt. Der Austausch durchbricht dabei die Online-Welt. So findet auch eine Offline-Vernetzung in Form von Bloggercamps, Treffen und Co statt. Durch diesen starken persönlichen Austausch zwischen Influencern und Followern, vertrauen diese Nutzer dem Influencer deutlich mehr.

Ein weiterer Vorteil von Micro-Influencern ist ihre Begeisterung für Marken und ihre Authentizität. Kooperationen mit Marken werden meist nur dann wahrgenommen, wenn das Zusammenspiel zwischen Marke und Influencer entsprechend gross ist. Gestellte Bilder und Berichte werden dann idealerweise zur Seltenheit, echte Auseinandersetzungen mit dem Produkt stehen im Vordergrund.

Wie findet man die richtigen Micro-Influencer?

Thematisch zu einer bestimmten Kampagne passende Micro-Influencer zu identifizieren, ist umso schwieriger, je geringer deren Reichweite ist. Dennoch gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, um nicht nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen suchen zu müssen.

Suchmaschinen:

Die kostengünstige Suche nach Influencern ist es, durch Eingabe des gewünschten Themas (z.B. „Marathon laufen“) bei Suchmaschinen, erweitert mit weiteren Begriffen, z.b. „blog“ (also „Marathon laufen blog“) eine Trefferliste zu erhalten, die als Basis für eine Suche nach Micro-Influencern dienen kann. Diese Liste hat allerdings zwei Nachteile: Zum einen ist nicht erkennbar, ob es sich bei einem Treffer tatsächlich um einen Micro-Influencer handelt, oder beispielsweise um den Blog eines Unternehmens. Zum anderen ist natürlich nicht ersichtlich, ob der Inhaber der Seite an Kooperationen interessiert ist. Also muss jede Seite in der Liste der Ergebnisse für eine Beurteilung aufgerufen werden. Ist das Ergebnis positiv, muss man beim Betreiber die Bereitschaft für eine Kooperation anfragen.

Verzeichnisse und Datenbanken:

Viele Influencer mit Interesse an Kooperationen haben Ihre Kontaktdaten in speziellen Datenbanken hinterlegt, um dort bei entsprechenden Anfragen gefunden zu werden. Neben einer Vielzahl kostenloser Verzeichnisse gibt es auch professionell betriebene Datenbanken, die gegen Gebühr genutzt werden können. Da nicht jeder Influencer in allen Verzeichnissen eingetragen ist, kann eine Suche bei mehreren Anbietern eine persönliche Trefferliste entsprechend vergrössern.

Hinweise zur Auswahl der „richtigen“ Micro-Influencer

Um geeignete Micro-Influencer für eine Kooperation auszuwählen, schaut man sich als erstes die veröffentlichten Beiträge eingehend an. Der schon publizierte Content ist ein guter Indikator dafür, welches Ergebnis bei einer Zusammenarbeit erwartet werden kann. Dies gilt sowohl für die Inhalte (Orthografie, Schreibstil, Bildqualität), als auch für das Erscheinungsbild eines Beitrags (Gliederung, Gestaltung, Einbindung von Medien).

Je länger ein Influencer bereits aktiv ist, desto mehr Erfahrung kann vorausgesetzt werden. Und daraus resultierend lässt sich annehmen, dass eine Zusammenarbeit umso erfolgreicher ist.

Kommunikation mit Micro-Influencern

Micro-Influencer-Marketing erfordert einen nicht zu unterschätzenden Kommunikationsaufwand. So ist sowohl im Vorfeld einer Kampagne, als auch während der Durchführung zu jeder Zeit mit Rück- und Detailfragen zu rechnen, die zeitnah und umfassend beantwortet werden sollten. Darüber hinaus kann eine freundliche und zeitnahe Kommunikation dazu beitragen, negatives Feedback seitens der Influencer zu vermeiden. Insbesondere wenn es zu unerwarteten Problemen kommt (wie zum Beispiel eine verspätete Lieferung oder ein defektes Produkt), ist die schnelle Kommunikation, verbunden mit einer möglichst kulanten Vorgehensweise, besonders wichtig, um das Ergebnis einer Kampagne positiv zu beeinflussen.