Warum guter Content so wichtig ist? Aller Anfang ist: Guter Content und Content Marketing

Wussten Sie dass 93% der Menschen die auf Google unterwegs sind, gar nicht konkret wissen, wonach sie suchen? Rund 50% der User lassen sich durch Google Ideen vorschlagen und ganz oft sind es: FRAGEN. Denn: wer fragt, führt!

Um also die eigene Unternehmung oder Person ordentlich vorstellen zu können bedarf es an Inhalt – oder eben neu-Deutsch: Content. Das können Inhalte zur Firmen-Kultur, der Firmen-Philosophie und auch über „banalere“ Dinge wie Trend Updates oder Wissenswertes dargelegt werden? Content – also Inhalt – ist die wahre Geheimwaffe einer guten Online Strategie. Diese sollte nämlich immer eine Form des Content Marketing beinhalten.

Hierbei kann der Inhalt in Blogs abgefasst werden, oder via Videos auf YouTube oder Social Media gehen oder Stückchenweise in Posts verpackt. Der Kreativität der Vertriebsmitarbeiter sollten hier wenige bis gar keine Grenzen gesetzt werden. Wichtig ist nur: verkaufen Sie nicht, machen Sie nicht Werbung – lassen Sie erzählen und sorgen Sie dafür, dass der Inhalt immer hilfreich ist. Das darf auch etwas unterhaltsames sein. Denn so gelingt Content Marketing.

Guter Content:

  • Hilft und begeistert
  • Löst Probleme statt zu verkaufen
  • Ist multimedial (Video)
  • Kann geteilt werden (vernetzt)
  • Schafft eine Verbindung (persönlich)
  • Ist zu 90% kostenlos (aber nie umsonst)
  • Hilft bei Google (SEO)
  • Hilft bei Social (unter-HALTEN)

Was sind denn gute Inhalte, also welche Formen?

Guter Content ist Evergreen! Wir verstehen darunter:

  • Hat kein Ablaufdatum
  • Hat keine zeitliche Verbindlichkeit
  • Kann auch in 24 oder 36 Monaten noch hilfreich sein
  • Repetiert sich innerhalb eines Jahres einmal oder mehrmals

Dazu gehören klassischerweise:

  • Listen
  • Infografiken
  • Tipps (10 Tipps)
  • Fehler (5 Fehler die man nie machen sollte)
  • Schritt für Schritt zum … Also Anleitungen
  • Produktrezensionen
  • Interviews
  • Die Geschichte von etwas
  • Beginners Guide (wie starte ich)
  • Definitionen
  • Glossare
  • FAQ

Variation der Inhalte führt übrigens zu effektiverem Content Marketing.

Gerade FAQ werden für Google immer wichtiger!

Der Anfang ist hier leicht gemacht und existiert oft bereits: So könnten Sie den Inhalt Ihrer Webseite leicht anpassen und diese zum Beispiel auch auf die Blogs von Linkedin übertragen – genannt “LinkedIn Artikel”.

Auf der Website können Bereiche wie „Über Uns“ oder Geschichte über die Entstehung der Firma und die Hintergründe der Gründung dargelegt und präsentiert gemacht werden. Zu beachten ist hierbei, dass es hier nicht um Inhalte, die strikt nach einem „Verkaufsmuster“ aufgebaut sind geht, sondern um informative Texte wie Beschreibungen von Team Werdegängen, Auszeichnungen oder Fragen der Grundsätze der Geschäftsführung. Produkte und Dienstleistungen können Sie umschreiben, sofern diese in einen Artikel eingebettet sind – machen Sie keine Katalog Verkäufe. Es sollten Beschreibungen sein, die im Kontext Sinn machen und weiter helfen – aber diese Art von Postings sollte nicht die Überhand gewinnen. Social Selling ist mehr „social“ als „selling“. Der Kunde sollte das Gefühl behalten, sich nur umsehen zu dürfen, ohne mit Produkten und Werbung bombadiert zu werden.

Eine Parallele hierfür wäre im echten Leben ein Kunde, der in einen Geschäftsladen kommt und sofort von mehreren Verkäufern angesprochen würde. Dies hat nur eine Reaktion zur Folge: Der Kunde kehrt sofort um. Wenn aber derselbe Kunde in ein Geschäft kommt und sich umsehen darf, die Atmosphäre ruhig und freundlich ist, informative Texte, Bilder und Infowände zu sehen sind, man sich selbst umsehen und entdecken kann, und dann der Verkäufer in ein natürliches, lockeres Gespräch verwickelt wird ist nicht nur die Wahrscheinlichkeit gross, dass der Kunde einen Kauf tätigt, sondern auch, dass er oder sie  wieder kommt. Dieses Gefühl sollte auch online vermittelt werden.

Zeigen Sie anderen, wer Sie sind und wofür Sie stehen

Dafür eignet sich Content Marketing nämlich besonders. Beantworten Sie diese Frage, indem Sie Ihre Social Networking Profile auf Xing, Facebook, LinkedIn etc. regelmässig mit aktuellen Inhalten bestücken. Dabei wird Originalität in der Aufmerksamkeitsökonomie belohnt. Nur wer regelmässig schreibt oder etwas veröffentlicht, kann sein Personal Branding ausbauen. So meint der Serviceplan-Mitarbeiter und Buchautor Frank Behrendt: “Wenn sich keine Sau für dich und das was du schreibst interessiert, gibt es dich faktisch im Netz nicht.”

Eine eigene Meinung lohnt sich: Haben Sie keine Scheu davor, für etwas einzustehen und Ihre Meinung deutlich zu sagen. Dadurch erzielen Sie eine öffentliche Aufmerksamkeit. Seien Sie mutig und vermeiden Sie die langweilige Neutralität oder Passivität. Es macht viel mehr Spass, sich an Ihnen zu reiben, wenn Sie eine klare Botschaft haben. Mit Ihren Ansichten können Sie anderen Orientierung geben und erzielen Aufmerksamkeit. Meinungsmacher bzw. Influencer sind gefragt. Oder wie Mr. Media Thomas Koch, Unternehmer und Blogger, sogar empfiehlt: “Du musst „Du“ sein und besser sein als die meisten oder dir mehr Mühe geben als andere. Deine Meinung, Haltung oder Qualität muss einzigartig sein. Und du musst stets wiedererkennbar sein (Schnurrbart, Irokesenfrisur, rote Krawatte, Fliege). Du musst also eine Marke werden mit allen ihren typischen Attributen.”

Marken müssen viel Zeit investieren: Das Influencertum ist nicht umsonst immer noch am wachsen – langsamer zwar aber immer noch stetig. Bevor Sie eine wahrnehmbare Marke werden, müssen Sie viel Zeit und Leidenschaft investieren, um sich selbst erkennbar und findbar zu machen. Das setzt ein grosses Durchhaltevermögen voraus. Nicht jedermann nimmt sich die Zeit dafür, in Social Networks aktiv zu sein, schreibt Blogartikel oder Bücher, um seine Expertise zu unterstreichen, oder twittert jeden Tag. Je stärker Ihre Online- wie Offline-Aktivitäten sichtbar werden, desto mehr Relevanz können Sie mit Ihren Themen entfalten und letztlich auch Agenda Setting in eigener Sache betreiben. Es erfordert eine gewisse Hartnäckigkeit, nicht bei ausbleibendem sofortigem Erfolg wieder auszusteigen. Je mehr Sie in Ihr Personal Branding investieren, desto eher werden Sie mit dieser Strategie auch Erfolg haben.

Die Selbstwahrnehmung ist wichtig: Je besser Sie Ihre persönlichen Talente einschätzen können, desto leichter tun Sie sich auch bei Ihrer Selbstdarstellung online. Zunächst sollten Sie sich immer fragen, für welche Themen Sie persönlich stehen wollen. Wie würden Sie sich selbst taggen? Falls Sie damit wenig anfangen können, dann googeln Sie sich doch einfach jetzt. Eine einfache Recherche zeigt Ihnen, wie Dritte Sie wahrnehmen und was diese eventuell bereits über Sie online publiziert haben. Überlegen Sie sich Keywords für Ihre Personenmarke und nutzen Sie diese konsequent für Ihr Personal Branding, damit jeder erkennen kann, wofür Sie stehen.

Die Persönlichkeit prägt die Wahrnehmung

Jeder Mensch legt Wert auf seine Identität und möchte von anderen als eigenständig wahrgenommen werden können, ein Gesicht haben, das aus der Masse herausragt und nicht in der Unauffälligkeit untergeht. Deshalb trauen Sie sich ruhig und schreiben Sie auf Twitter, Facebook, LinkedIn oder in einem Blog ab und zu auch über etwas Banales oder ein persönliches Erlebnis. Wenn dieses Ihren Charakter verdeutlicht und Ihnen dabei hilft, sich von anderen zu unterscheiden, ist es erst einmal wünschenswert. Wer Angst davor hat, Narzisst genannt zu werden, darf sich gerne in sein Schneckenhaus zurückziehen, wird allerdings auch in der Öffentlichkeit kaum oder gar nicht wahrgenommen. Personal Brands müssen auftreten und zeigen, wie und wer sie sind, ansonsten werden sie ignoriert.

Guter Content beantwortet Fragen

Gerade für Google ist es wichtig: beantworten Sie Fragen!

  • Wie finde ich…
  • Wo finde ich …
  • Was kostet …
  • Was bedeutet …
  • Wie kann ich …
  • Wie entsteht…
  • Was steckt hinter…
  • Warum, weshalb, woher …

Aber auch:

  • Wer könnte mir …
  • Wer weiss …
  • Wer ist …

Damit merken Sie schon: wir sind im neuen W-W-W angelangt, denn das Internet steht neu für WAS – WARUM und WER.

Hat Ihnen dieser Blogbeitrag geholfen und gefallen? Haben Sie Fragen zum Thema Content Marketing? Wir helfen Ihnen gerne weiter.