Was ist ein Corporate Influencer? Das sind Mitarbeitende, die Zeit und Wissen investiert haben, ihre eigene Marke aufzubauen und sie werden damit auch zum Sprachrohr für die Firma.

Corporate Influencer sind also nicht einfach Testimonials, sondern sie leben und vertreten Wissen und Erfahrung in einem besonderen beziehungsweise dedizierten Umfeld.

Es sind aber auch Menschen, welche die Geduld und Entschlossenheit aufgebracht haben, in sozialen Netzwerken erfolgreich zu sein; einen Follower nach dem anderen zu akquirieren, hilfreiche Inhalte rauszuspielen ohne Erwartungshaltung. Also Menschen, die ihre Arbeit kaum für eine Handvoll Geld ruinieren würden sondern das grosse Ganze sehen.

Storytelling – direkt aus der Praxis und keine Werbung

Content-Marketing gehört damit zum Bereich des Markenbewusstseins. Es handelt sich um die gleiche Art des langsamen und stetigen Ansatzes, den man mit dem Netzwerk Ausbau und Aufbau anwenden muss. Es geht darum, Kompetenz, Glaubwürdigkeit und Vorstellungskraft in der Branche unter Beweis zu stellen. Dabei ist allerdings die Multiplikation essentiell. Denn wie bei den sozialen Medien geht es darum, die Art von Follower für sich zu gewinnen, die der Botschaft treu sein wird und sich ihr gegenüber verpflichtet fühlt. Es ist verlockend zu glauben, dass die Zusammenarbeit mit einem B2C Influencer der einfachste Weg ist, in die Herzen und Köpfe seiner Anhänger einzutreten. So einfach ist es aber nicht. Denn wir wollen ja vor allem Langfristigkeit und Treue zu einer Botschaft, die Vermehrung von Wissen und nicht nur monetäre Werte.

Um sich mit damit (wahren) Followern zu verbinden, muss man sich deren Vertrauen und Respekt verdienen. Aber wie? Wie können Firmen und Privatpersonen vom Corporate Influencer Marketing profitieren? Indem sie die Mechaniken verstehen und am besten, selbst einen Botschafter eine Botschafterin im Unternehmen aufbauen, welche Wissen, Hintergründe und Einblicken geben in deren Alltag, via deren helfende Handlungen und die zugrundeliegende Denkhaltung.

Wie das geht? Mit etwas agilem Marketing, dem richtigen Mindset und 3 Techniken:

Meiner Meinung nach sind das:

  • Storytelling und Reichweite Dank 5:3:2 (80% ist kostenloser Content (davon 30% gebranded), nur 20% ist Promotion)
  • Positionierung und Interaktion Dank Content Snacks (vom Grossen ins Kleine)
  • Community Insights nutzen und nur das bewerben (hervorheben), was gut läuft

Die Frage ist nun: was definiert einen guten (Micro) Corporate Influencer?

  1. Schritt – ist Expertin oder Experte und liefert viel Content
  2. Schritt – teilt Insights und Ansichten – und manchmal Geheimnisse
  3. Schritt – pflegt Kommentare und gibt mehr als es zurück gibt anfangs
  4. Schritt – erstellt / hat ein Markenbild auf diversen Kanälen
  5. Schritt – baut sein / ihr Netzwerk konstant aus und bleibt dran, konsequent

Document, don’t create heisst die Devise

Ist das Fundament und Verständnis gelegt, kann man anfangen zu dokumentieren. Alle Mitarbeitenden können selber Content erstellen. Sie können schreiben, filmen, fotografieren und die richtigen Themen oder Hashtags herausfinden. Dank Tools wie Adobe Spark, Unsplash Fotodatenbanken, Powtoon für Erklärvideos oder Infografik-Tools wie Infogram kann jeder schnell selbst zum Content Creator werden.

Wichtig ist dabei nur, dass man dokumentiert und nicht versucht, komplexe Marketing-Perfektion erreichen zu wollen. Einblicke, Entstehungsprozesse, Workshops, Diskussionen, Meetups oder Brainstormings sind perfekte “Content Snacks” die man auf- und ausbauen kann.

Gemeinsam kann man dann diese Inhalts-Häppchen in den bereits gebildeten kleinen Pods (auf Linkedin, Facebook, Instagram oder Whatsapp) danach auch verteilen, kommentieren, liken oder feedbacken – gemeinsam stark. Dabei ist zu unterstreichen: Menschen im Netz suchen nicht nach einfach einem Produkt, sondern nach einem Mehrwert, der allenfalls durch eine Lösung oder ein Produkt geleistet wird.

Das spannende am Community Management ist ja eigentlich, wie schnell man starten kann im eigenen Unternehmen. Da braucht es keine komplexen Marketing- oder Social-Selling Konzepte, sondern erst mal Schulung, wie soziale Netzwerke funktionieren und wie die Menschen dahinter ticken, sowie die Menschen, welche sie nutzen. Gleichzeitig muss man darauf setzen, Mitarbeitenden die Angst zu nehmen, etwas falsch zu machen. Es geht dabei um die Befähigung, dass die eigenen Mitarbeitenden dahingehend ausgebildet werden, damit sie den Arbeitsprozess und die täglichen Arbeitsergebnisse nach Aussen tragen können. “Document don’t create” heisst die Devise.

Mehr dazu im Video – wir helfen auch gerne weiter!