Warum Google Data Studio?

Der Nutzer erhält mit Google Data Studio eine kompetente Software für die Analyse seiner Daten. Google stellt eine Vielzahl von Vorlagen zur Verfügung, mit denen ansprechende, funktionale und personalisierte Dashboards jederzeit aufrufbar sind. Die Anwendung ist zudem kostenlos, was sie attraktiver macht als die Konkurrenten DashThis und Lumira von SAP. Die Bedienung ist intuitiv und überaus simpel. Wer die Grundlagen gelernt hat, erstellt im Nu seine eigenen Diagramme.

Im September des Jahres 2018 wurde Google Data Studio veröffentlicht.

Die Software wurde als ein neues Element der bekannten Google Analytics 360 Suite vorgestellt. Viele kostenlose Funktionen sind hier zu finden, wenn professionelle und kreative Dashboards erstellt werden sollen.

Die Verwaltung und Visualisierung, aber auch das Reporting einschlägiger Daten ist mit Data Studio möglich. Mit der Software sind Daten unterschiedlicher Quellen verwertbar, die dann in Tabellen und Diagrammen visualisiert werden. Verfügbar sind inzwischen 18 Datenquellen, die Google anbietet. Dazu liest die App 122 Formate von Drittanbietern und zusätzlich 12 Open-Source-Dateiformate. Ob Google Analytics, Google Ads oder Facebook Ads, beinahe jede Quelle wird eingebunden. Der Anwender kann ausserdem als Alternative seine eigenen CSV-Dateien und SQL-Datenverbindungen aufrufen. Wir arbeiten zB auch mit Google Sheets.

Die Vorteile der Software

Überzeugen kann das Programm durch seine simple Bedienung. Die implementierten Daten, Metriken Tabellen und Diagramme sind in schier unübersehbaren Menge verfügbar. Die Integration der Datenquellen gelingt auf einfache Weise und funktioniert ausserordentlich schnell. Die kreativen Möglichkeiten des Nutzers sind als ausserordentlich hoch zu bezeichnen.

Unterschiede zu Google Analytics

In der Analytics-Software ist es nicht möglich, benutzerdefinierte kombinierte Berichte oder interaktive Dashboards aus verschiedenen Quellen zu erstellen. Nur mit einem erheblichen Zeitaufwand werden die Kennzahlen herausgesucht und allenfalls exportiert. Zudem bietet die Software nicht die Option, einfache Analyseberichte zu erstellen, die auch unerfahrene Leser verstehen. In Google Data hingegen erstellt man auf sehr einfache Weise verständliche und interaktive Berichte. Zusätzliche Erklärungen und Hilfetexte lassen sich ergänzen. Die Analyseberichte können ausserdem an das Corporate Design des Unternehmens angepasst werden.

Wie es funktioniert: Das Einlesen der Daten

Jedes Diagramm braucht zunächst eine Datenquelle. Ohne Daten kein Dashboard, und deshalb bietet Data Studio diverse Google-Programme als Quellen an.Zunächst aber ist der einzulesende Bestand auf sein Korrektheit zu prüfen. Rechtschreibfehler sollten vermieden werden, denn sie können zu falschen Kategorisierungen führen.

Die Starseite lautet: https://datastudio.google.com. Voraussetzung für den Zugang ist aber, dass der Nutzer mit seinem Google-Konto angemeldet ist. Dann erscheint zunächst die Übersichtsseite. Mit einem Klick auf das blaue + erstellt der Anwender hier sein neues Diagramm. Oder er wählt eine der zahlreichen Vorlagen, in die er nur noch seine Daten einfügen muss. Öffnet sich das neue Diagramm, geht der Klick auf „Neue Datenquelle erstellen“, oder ein bereits vorhandener Datensatz wird ausgewählt. Mit „Verbinden“ fügt der Nutzer die ausgewählte Datenquelle hinzu.

Nun zeigt Google Data diverse Felder, etwa die Absprungrate oder die Sitzungen. Einzelne Messwerte oder Dimensionen stehen hier zum Bearbeiten oder Modifizieren zur Verfügung. Ausserdem kann man eigene Felder und Metriken ergänzen. Ist alles korrekt und nach Wunsch eingerichtet, heisst es „Bericht hinzufügen“, und schon erscheint das erstellte Diagramm. Die Darstellung und die Auswahl der Daten kann nun modifiziert werden, und zwar über die Menüleiste, Optionen, Filter- und Designfunktionen.

Gründe für Google Data Studio

Die Software Google Data Studio ist erheblich einfacher als die Analytics-Variante. Das Erstellen von Diagrammen ist wesentlich schneller zu bewerkstelligen, was Zeit und auch Geld spart. Ausserdem befinden sich die Daten zukünftig alle an nur einem Ort. Die einzelnen Kennzahlen müssen für den Analysebericht nicht mehr mühselig in verschiedenen Tools gesucht und zusammengestellt werden.

Auch die Gestaltung der Berichte ist einfacher und vor allem äusserst flexibel. Sind die Diagramme nur schwer lesbar, variiert man sie sehr schnell und passt sie an den Bildschirm an. Ein weiterer Vorteil ist das Einbinden der Dateien in die Teamarbeit. Die Anwender selbst bestimmen, welche Inhalte von welchem Mitarbeiter bearbeitet werden können. Zuweisbar ist, ob jemand nur lesen darf oder auch den Bericht ändern und Daten hinzufügen kann.

Der Google Data Studio-Bericht zeigt alle Daten in Echtzeit. Werden Filter angewendet, gehen dabei keine Daten verloren. Seit Mai kann der Nutzer auch Google Maps und Search Console einbinden. Zuvor konnten nur statische Karten hinzugefügt werden. Mit dem bekannt interaktiven Kartenwerk von Google ist nun auch Zoomen möglich. Google versichert, dass die Karten im Data Studio in hohem Grad angepasst werden können. Man kann sie in jeden Datensatz integrieren, in dem gültige Geofelder vorhanden sind. Für Unternehmen mit besonders vielen unterschiedlichen Standorten und Verkaufsflächen ist dies von erheblichem Vorteil.

Vorschläge für die Nutzung

Bei einem so mächtigen und vielfältigen Werkzeug ist es ratsam, nicht alles, was möglich ist, auch zu nutzen. Der Adressat sollte sofort alle wichtigen Kennziffern einsehen können. Dazu ist ein übersichtliches Layout essentiell, auf dem Dashboard sollten die wichtigen Informationen unmittelbar präsent sein. Im anderen Fall verwirrt eine Vielzahl von Elementen nur den Anwender. Tabellen werden unverständlich, was zu Fehlinterpretationen führt. Deshalb sollte man unnötige Tabellen und Diagramme löschen und mit Einfachheit zur Verständlichkeit beitragen.

Die Darstellung der Daten ist variierbar. In einem Liniendiagramm ist es möglich, ein bestimmtes Produkt hervorzuheben, wenn dies die Interpretation unterstützt. Eine Linie kann stärker gezeichnet oder eingefärbt, andere blasser oder grau gezeichnet werden. In jedem Diagramm haben solche differenzierten Layouts einen erheblichen Einfluss auf die Lesbarkeit und die Verständlichkeit der Darstellungen.

Daten aus unterschiedlichen Quellen vergleichen

Für einen Vergleich von Daten, die in unterschiedlichen Programmen erstellt wurden, nutzt man den API-Schlüssel und mit einem Drittanbieter. Wir arbeiten zum Beispiel mit ReportingNinja. Dies ermöglicht dann gemeinsame Dimensionen, die in beiden Datensätzen vorhanden sind und diese lassen sich dann mit Widgets einbinden. Mit diesen Funktion werden erst separate Dimensionen und Metriken zu einer einzigen Datenquelle zusammengeführt und dargestellt.

Eigene Dimensionen und Metriken erstellen

Wer keine sinnvolle Metrik für sein Diagramm finden kann, erstellt eben selber eine eigene. Beim Verbinden von Datenquellen oder im Auswahl-Fenster findet sich der Befehl „Feld erstellen“. Dies ist nützlich mit Google Sheets, denn man kann schnell eine neue Metrik hinzufügen. Das vorliegende Sheet muss zu diesem Zweck nicht bearbeitet werden. Man sollte aber ergänzen, dass die Analytics-Plattform normalerweise bereits alle nötigen Metriken anbietet.

Wer trotz aller Angebote kein passendes Diagramm finden kann, nutzt die Entwicklungen der Community. Google bietet den Anwendern eine grosse Auswahl an Vorlagen, die als Community Visualisations bezeichnet sind. Diese Diagramme wurden von anderen Nutzern weltweit erstellt, und man kann sie per ID in das eigene Diagramm einbinden.

Die Community Connectors

Trotz aller Vielfalt der verfügbaren Datenformate kann es vorkommen, dass Daten in einem Format vorliegen, die Data Studio nicht unterstützt. Aber Google bietet auch für solche Fälle eine Lösung. Der Anwender baut sich einfach seinen eigenen Connector, teilt ihn mit anderen Usern oder nutzt deren Konstruktionen. So bleibt kein Lücke, alle Daten können schliesslich mit der entsprechenden Konvertierung geöffnet werden.

Fazit

Äusserst flexibel und sogar kostenlos mit Ausnahme ReportingNinja oder ähnliches: Data Studio bietet dem Anwender eine Vielzahl an Möglichkeiten, Daten einzulesen und für die Visualisierung aufzubereiten.

Nach einer gewissen Einarbeitungszeit erstellt er informative Dashboards, die an der jeweiligen Zielgruppe ausgerichtet sind. Diverse Designoptionen erhöhen die Vielfalt und dienen der Verständlichkeit der Darstellung.

Mehr als 150 Connectoren sind zur Zeit verfügbar, und ihre Zahl steigt weiter. Denn die Community bietet ständig neue Import-Filter an, und der Nutzer kann selbst eigene herstellen. Damit sind Daten in jedem Format von Data Studio lesbar.

Wir zeigen gerne auf wie: Fragen Sie uns!